Sonntag, 29. November 2009

Kinderfiguren / Puppen


Nach Pia und Emma folgten Luisa und diverse mehr, auch bisher Namenlose. Und nicht nur von mir erbaute, auch Eva Lotta und dann auch Gregor schufen ganz eigenwillige Persoenlichkeiten mit mir bzw. mit meiner Unterstuetzung.
Auf dem Foto oben stehen in der vorderen Reihe Pippi Lngstrumpf, Annika und Thomas, von Eva Lotta (4-jaehrig) hergestellt.
In der zweiten Reihe wurde die dunkle Puppe von Gregor (3-jaerig) und die helle von Eva Lotta (5-jaehrig) gebaut. Dann war der kurze Urlaub vorbei und so habe ich sie wunschgemaess bemalt. Alle leben nun in Berlin, auch eine der beiden groesseren in der letzten Reihe, die nun im Sproetzer Wald bei Doduko zu Hause ist - allerdings ohne Peruecke, die mir nicht genug gefiel.


Die linke Puppe des oberen Fotos ist auch die linke auf dem unteren und wird z.Z. einer weiteren Wandlung unterworfen. So laeuft es, wenn ich mit meinen Arbeitsresultaten nicht zufrieden bin.
Die beiden Puppen in der Mitte sind unterdessen als Geschenk bei der Ahimsa gelandet (spanische Information unter www.ahimsav.com). Vielleicht lassen sie sich verkaufen, um fuer deren Friedenserziehungsprojekte Geld zu verdienen.
Ob sich jemand fuer meine Muell-Recycling-Puppen interessiert, weiss ich allerdings noch nicht.

Samstag, 28. November 2009

Das andalusische Paar


Das sind die zwei -
Sie ist Teil eines Pfeilers des Wellblechunter-standes der Werkstatt, der mir wegen seiner Haesslichkeit schon von Anfang an ein Dorn im Auge war. Unterdessen sind ein Jacarandabaum und eine Pinie schon so gut seit der Pflanzung vor 6 Jahrengewachsen, dass beide Baeume den "porche" ueberragen und teilweise - Gott sei Dank - verhuellen.
Zurueck zur Frau.

Sie kann nicht weg. Und so demonstriert das Paar (fast), wie es hier im richtigen (hiesigen suedspanischen Land-) Leben zugeht: Sie ist immer "zu Hause". Er ist beweglicher.
Da ich aber mitteleuropaeisch sozialisiert bin, kann mein "Er" auch nichts allein und muss sich bei Bedarf wegschleppen lassen. Und wer hat dazu schon Lust und Zeit.
So ist auch er zwangslaeufig ein "haeuslicher Typ" geworden und steht ihr brav zur Seite.
Und ich freue mich unterdessen ueber die freundlich Begruessung, wenn ich runter zur Arbeit komme. Und ich komme taeglich, auch mehrfach. Denn im Haus unten befinden sich nicht nur die Materialien fuer das Innere und Aeussere der Pappmachégestalten, sondern auch Werkzeug und Gartengeraete, Musik, Buecher usw.

La N egra - nun vor der Haustuer

Da sitzt sie nun - ab und zu mit Haupthaar oder eben ohne. Eigentlich ist sie Empfangsdame. Aber die meisten Leute, die sie noch nicht kennen, reagieren erschrocken.

Freitag, 27. November 2009

Die Neue

Nach den bisherigen "fleischlichen" Figuren wollte ich es nun einmal mit einer Normalfigur probieren.
Als die Neue fertig war, strich ich sie mit weisser Kautschukfarbe an. Sie fand nun in der obersten Ebene des Wohnbereichs ihren Platz. Wir hatten unser kleines Haeuschen aufgestockt, es blitzte weiss und sauber, von der Einfahrt her gesehen rechts (vom Holzhaus).
Und die Neue sass links vor dem Holzhaus und gab dort ein weisses Gegengewicht.
Aber weiss ich sehr empfindlich, besonders hier auf dem staubigen Land. Und bald sah das ehemals weisse Kind dreckig aus.
Ich liess mir etwas Neues fuer die Neue einfallen. Sie wurde schwarz.

Otto und Pia


In das buntes, spanisches Leben trat eines Tages Eva Lotta, mein Enkelkind.
Otto und Pia begleiteten sie vom ersten Besuch an. Sie sassen mit am Tisch beim Malen, Spielen, beim Essen und sie schaukelten mit.
So begann meine Puppenkinderproduktion.
Zwei sind unterdessen nach Deutschland ausgewandert.






Eine wurde gestohlen.
Ich hatte diese "Pippi Langstrumpf" nahe der Strasse auf einem Felsen fixiert.
Am naechsten Tag erwartete ich die Kinder und meine Enkelin und Pippi sollte sie begruessen.
Aber sie war nicht mehr da. Leute hatten sie abmontiert und mitgenommen.

Nun gibt es nur noch das Foto von ihr.

Moegen die neuen Besitzer Spass mit ihr (gehabt) haben.

Adam und Eva

Adam und Eva duerfen natuerlich in keinem Paradies fehlen.
Ein toter Mandelbaum wurde zum Baum der Erkenntnis, einst mit roten Aepfeln. Nun traegt er gruene.
Urspruenglich war mir eine weibliche Figur gruendlich an einer Schulter-Arm-Seite misslungen. Mir kam die Idee, sie mit einer neuen Figur zu vereinigen. So verdeckte ich den Makel und "die Liebenden" entstanden.
Bei diesem Werk hatte ich erstmalig das Gefuehl eines guten Gelingens. Bis heute mag ich die Beiden.


Und nun sind sie schon seit Jahren sehr beschaeftigt, um weitere (hoffentlich) bessere Menschen zu produzieren.
Und das in einem traumhaften Umfeld. Wieder dient ein wunderschoener Felsen als Untergrund, hier Liegestatt.

Die Schlange und die Aepfel wurden nach einigen Jahren - wie alle Werke, die der zwar beschaulichen, aber auch aggresiven Natur ausgesetzt sind - rundum mit neuem Anstrich versehen.
Am Apfelbaum und an Tarzan gehe ich jeden Morgen "auf meinem Weg zur Arbeit", d.h. beim Abstieg zu meiner weiter unten am Fluss gelegenen Werkstatt vorbei.
Von Tarzans Felsen aus sind es nur noch ein paar Stufen bis zu meiner Werkstatt mit Terrasse und Unterstand (porche). Dort arbeite ich, bis es Zeit ist, zum Mittagessen ins Dorf zu fahren.
Nach der Siesta gehts unten weiter, entweder mit Landarbeit oder mit den Figuren.

Donnerstag, 26. November 2009

Tarzán Enrique




Nach zwei Frauen war nun ein Mann dran - fand ich. Und nach Olgas Riesenkurven sollte es auch ein "richtiger Kerl" werden. Seine Koerpergroesse und der Name Tarzán trugen dem Rechnung. Enrique( (Heiner) zeigt die Verbindung zu meinem Jugendfreund in Luebeck auf, dessen fruehen Tod ich nie so recht verwinden wollte und mit dem mich bis heute viel verbindet. Zu Heiners 40. Todestag am 21.4.2004 stellte ich Tarzán Enrique. in ca. 4 Monaten fertig. Stehend.
Seine Beine haben Wasser und suedliche Sonne nicht langfristig vertragen. Trotz einiger Muehen hielt es ihn nicht mehr als ein paar Jahre auf den Beinen. Eine Umgestaltung wurde noetig. Seitdem sitzt er meditierend auf einem Felsen.

Olga - gross, dick und nackt, weil ansehnlich

Olga entstand schon bald nach Nora. Sie zeigte mir die Freude an der Gestaltung dicker, grosser Figuren. Welche Freude, nochmals Masse auf Brueste und Hueften aufzutragen und zu verstreichen, die beim Trocknen zu sehr zusammengesackt waren.
Olgas Koerper enthaelt 20 Plastikflaschen (a 5l). Vor Jahren schon hat sie die schuetzenden Terrassen und Unterstaende verlassen und hat ihren festen Platz mit Sichtzum Haus und uebers ganze Land auf einem Felsen.
Ihr Zweitname ist Pepita - nach Pepe, der formvollendete Damen mag. Mit ihm und anderen Dorfbewohnern feierten wir 2004 Olgas 1. Geburtstag als neue Arenusca (Frau aus Arenas).
Diverse Schoenheitkorrekturen und Reparationen erhielten Olga ueber die Jahre.

Mittwoch, 25. November 2009

Nora - von der Badenixe 2003 zur Landfrau 2009


Nora sitzt auf dem "porche" (Wellblechdach an dem Werkstatthaus fuer Regen- und Sonnenschutz) an ihrem Schwimmteich.
Zumindest sass sie dort ab 2003. Sie war meine erste Kreation aus Plastikflaschen und Pappmaché.
Doch nach ein paar Jahren zerfiel sie. Ich hatte zu lange mit Reparaturen gewartet, so dass ich aus ihren Resten eine neue Figur baute, eine Landfrau = campesina.
Unser Freund Sebastian, der uns einst sein Land verkaufte und uns nun schon jahrelang hilfreich zur Seite steht, wenn wir ihn brauchen, baut ganz in unserer Naehe ein Landhaus. Fuer dieses Haus bzw. die ueberdachte Terrasse schenkte ich ihm kuerzlich Nora.


Nora lebt bisher noch im Dorf mit der Familie.
Dort hat sie einen huebschen Platz im Windfang.
Sebastian befuerchtet, dass sie auf dem Land geklaut wird.
Hier links ist sie noch unbekleidet und vor meiner Werkstatt,
nur mit einer Kautschukhaut geschuetzt.

Dies rechts ist das neueste Foto von Nora bei der Familie Lopez in Arenas. Sie fuhr von meinem Campo aus auf dem Beifahrersitz mit Sebastian ins
Dorf und erregte auf den Strassen schon Aufsehen, nicht nur durch ihre grelle Haarfarbe.
Obwohl sie ja Landfrau ist und dachte, vor Sebastians Landhaus ihren Platz zu bekommen, fuehlt sie sich dort im Dorf nun auch wohl - sagt sie.

Dienstag, 24. November 2009

Recycling - aus Muell entstehen Figuren

Das Paradies/el paraiso habe ich vor 7 Jahren entdeckt,
vor 5 Jahren mit der "Bevoelkerung" begonnen.
Das Land aus Abhaengen, Natursteinmauern, Kaktusfeigen, Mandel-, Zitronen-, Olivenbaeumen mit Meerblick ist bunter und noch schoener geworden.
Aus Muell (Plastikflaschen, Draehten, Kabel, Schlaeuchen, Zeitungen, Pappe, Tapetenkleister und schuetzender Farbe) entstanden im Laufe der Zeit grosse und kleine Figuren.
Diese Figuren moechte ich in diesem Blog vorstellen.
Meine Mitbewohner sitzen auf Felsen, vor dem Cortijo (kleinen Landhaus), meditieren, machen Yoga oder sitzen einfach nur so in der Sonne.
Einige Puppenkinder ziehen unterdessen aus. Ihr Verkauf soll Bildungsprojekten in Kamerun dienen.
Die korpulenten Riesenfiguren haben seit Jahren ihren festen Wohnsitz auf dem Land. Um sie gegen Sonne und Wasser zu schuetzen, habe ich sie anfangs durch jaehrliche "Kosmetik" mit neuer Kautschukfarbe erhalten. Unterdessen benutze ich staerkere Mittel. Die Erfahrung wird zeigen, wie erfolgreich die neue Technik ist.